Es fährt ein „Auto“ nach „Nirgendwo“

das politische Denkmal mit Sternchen…

Am Freitag den 02.Dezember 2016 hat der Deutsche Bundestag den Bundesverkehrswegeplan 2030 verabschiedet. Weit ab, im fernen Berlin und unter falschem Einfluss, haben die Bundestagsabgeordneten für Wutha-Farnroda eine Straße in den Sand gesetzt und die OUB88 in den "erweiteren Bedarf mit Planungsrecht geschoben".

In den Sand gesetzt, weil in Wutha-Farnroda jetzt eine Ortsumfahrung geplant werden darf, die mitten im Feld endet. Denn die Hörselbrücke, die die OUB88 benötigt, um an das Straßennetz angeschlossen zu werden, ist nicht Bestandteil der OU-B88, sondern der Verlegung der B19.
Es werden jetzt Steuergelder verschwendet (Schätzungsweise 5Mio. € nur für die Planung), damit eine Straße geplant werden kann, die wahrscheinlich nie genutzt werden wird. Herr Hirte und Herr Krebs haben sich bei Ihrer Beratung mit Staatssekretärin Bär, Wutha-Farnroda als Bauernopfer ausgesucht. Nur leider ist im Raumordnungsverfahren die B19 und die B88 getrennt worden und beiden Projekte wurden vom Land auch einzeln zum BVWP angemeldet. So verlockend es sich für einen Politiker auch liest, B019-B088-Wutha-Farnroda ist nicht die gewünschte Nord- Südverbindung.

Die OUB88 taugt nur noch zum Denkmal, ob sie nun ein Sternchen hat oder nicht.

War es das wert? Wegen einer Straße im Grünen, die Menschenrechte in Wutha-Farnroda zu biegen? Ein fragwürdiges Herangehen, zumal die B62 in Merkers dieses Geld dringender benötig und die Leute vor Ort eine Umfahrung wünschen. Und ebenfalls hätte das so wichtige und geliebte Bad Salzungen einen Autobahnzubringer, zwar nicht nördlich, aber ähnlich.

Wagen wir einen Ausblick auf die zukünftigen Aufgaben der BI. Wir können leider keinen Einfluss auf die Planungen der B88 mehr nehmen. Was wir weiterhin tun werden, ist uns einzumischen, wenn es um die Gestaltung des Ortes Wutha-Farnroda geht. Somit auch unsere Erfahrungen aus dem Kampf gegen die OU B88 und gegen Lobbyismus anwenden. Und wir werden dafür Sorge tragen, dass die Menschen in Wutha-Farnroda daran erinnert werden, wie Ihr Bürgerentscheid respektiert wurde. Angesicht der zahlreichen Wahlmöglichkeiten eines Bürgers, in den nächsten zwei bis drei Jahren, kommt hier reichlich Arbeit auf die BI zu.


Gruß R.Meyer

Geschrieben von Vorstand gegen B88
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Krebs und Hirte treten Bürgerrecht mit Füßen!

Unser Landrat und sein Hirte haben sich in Berlin ins Zeug gelegt und das Bundesverkehrsministerium darum gebeten, geltendes Bürgerrecht mit Füßen zu treten. 
Wir haben schon mehrfach darauf hingewiesen und wissenschaftlich belegt, dass es keinen logischen Aspekt gibt, weder für die B19 und schon gar nicht für die B88. Weder ökologisch (Natur wird zerstört), noch ökonomisch (teuerstes Bundesstraßenbauprojekt) und auch verkehrstechnisch (Tempo 30 bringt mehr Entlastung) gibt es nichts auf der Habenseite dieser beiden Straßenbauprojekte. 
Auch wirtschaftlich gesehen gibt es nichts, was eine B19 oder B88 ändern könnten. Die Strukturen im Wartburgkreis kann man durch Straßenbau nicht ändern. Selbst eine sechsspurige Autobahn von Meiningen nach Eisenach würde kein Wirtschaftswunder herbeiführen, was über 25 Jahre Aussitzen-Politik angerichtet hat. Zu dieser Politik gehört z.B. an erster Stelle, dass Thüringen systematisch zum Billiglohnland gemacht wurde (Althaus/CDU-Vermächtnis). Denn ein ordentliches Lohnverhältnis zu den angrenzenden Bundesländern, wäre ein wichtiger Schritt gegen die demografische Katastrophe gewesen, in die Thüringen jetzt hineinstürzt.
Und warum setzen sich diese zwei Herren nicht für Ortsumfahrungen ein, die tatsächlich benötigt werden? Merkers, Wasungen und Behringen! Dort stehen die Leute auf der Straße und demonstrieren dafür, dass sie eine Ortsumgehung bekommen. Hier bei uns in Wutha-Farnroda, wo es ein eindeutiges Votum gegen eine Ortsumfahrung und gegen die Verlegung der B19 gibt, da will man sie mit aller Gewalt durchsetzen. Zumal man mit dem Geld der B19 locker 4-5 Ortsumgehungen realisieren kann!
Die B19/B88 sind und bleiben ein politisches Denkmal, welches sich der Landrat zusammen mit seinem Bundestagsabgeordneten Hirte gerne auf die Fahne schreiben würden. Sollte ein Landrat nicht für seine Bürger da sein? Sollte ein Bundestagsabgeordneter nicht seine Wähler in Berlin vertreten? Da dies in beiden Fällen nicht der Fall ist, kann man nur spekulieren, wen Hirte und Krebs wirklich vertreten. Das eigene Volk nicht! 

Aber das Denkmal soll Wutha-Farnroda heißen! 
Hier sind wir das Volk! 
Wir haben den Bürgerentscheid!

Wir haben in unserem Glauben an die echte Demokratie einen Bürgerentscheid bewirkt und es interessiert den Landrat des betroffenen Ortes und auch den gewählten Bundestagsabgeordneten Christian Hirte in keinster Weise?
Ist das der Umgang mit dem Volk, den wir uns nach über 25 Jahren nach dem Mauerfall erwünscht haben? Nein! Dies ist Betrug am Volk und gehört 2018 abgestraft!

Geschrieben von Vorstand gegen B88
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