Vier wollen ins Rathaus von Wutha-Farnroda

Geschrieben von Vorstand gegen B88
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Eine Stelle ist zu vergeben, vier wollen sie haben: Am 2. November steht in Wutha-Farnroda für die rund 5000 Wahlberechtigten der nächste Gang an die Wahlurne bevor. Nach Europa, Kreistag, Gemeinderat, Landtag und Bürgerentscheid geht es diesmal um den Bürgermeister.
Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen und vier Kandidaten werfen den Hut in den Ring. Bei drei Bewerbern ist ihre Kandidatur bekannt oder keine Überraschung. Da ist zum einen der mittlerweile parteilose Amtsinhaber Torsten Gieß. Als Bürgermeister ist seine Kandidatur an keine Auflagen gebunden.
 
Für das Bündnis Wutha-Farnroda, das gerade im Gemeinderat zur stärksten Fraktion geworden ist, geht Martin Valley ins Rennen. Da er für eine im Gemeinderat vertretene Partei oder Wählergruppe antritt, musste er für eine Kandidatur von einer Versammlung in geheimer Wahl aufgestellt werden und zehn Unterstützerunterschriften vorlegen. Beides hat er getan. Dieses Prozedere galt auch für den parteilosen Jörg Schlothauser, der von der CDU des Ortes nominiert und unterstützt wird.
 
Überraschend ist allerdings, dass sich nun noch ein vierter Kandidat beworben hat. Als Einzelkandidat tritt Steffen Frisch aus Mosbach an. Der 48-jährige Fahrlehrer hatte die höchste Hürde zu überwinden. Er muss nämlich 100 Unterstützer-Unterschriften (5 Mal so viele Unterschriften wie der Gemeinderat Sitze hat) vorlegen, damit er zur Wahl zugelassen werden kann.
 
Ob alle vier tatsächlich dann am 2. November auch auf dem Stimmzettel zu finden sein werden, entscheidet der Wahlausschuss der Gemeinde. Bis 29. September haben die genannten vier Kandidaten noch Zeit, um eventuell noch nötige Unterlagen oder Unterschriften nachzureichen. Tags darauf, am Dienstag, 30. September, kommt dann der Wahlausschuss um 18 Uhr zu seiner öffentlichen Sitzung zusammen, prüft die Kandidaturen und sagt, wen er zur Wahl zulässt. Erst wenn dies dann auch amtlich veröffentlicht ist, ist es offiziell.
Und am 2. November läuft die Wahl in der Gemeinde mit den Bürgern, um deren Stimme in diesem Jahr am häufigsten gebuhlt wurde. Sie werden die Wahllokale aufsuchen und sich einen Bürgermeister wählen.

Peter Rossbach / 26.09.14 / TLZ